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Themenspielplätze in der Müritz-Region

Projektstand    Wird laufend weiterentwickelt    
         
Umsetzungraum   LEADER-Gebiet    
          Spielplatz Agroneum
Ansprechpartner  

Koordinationsbüro der
LEADER-Aktionsgruppe Mecklenburgische Seenplatte - Müritz      
Dagmar Wilisch

c/o Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Regionalstandort Neubrandenburg

Platanenstraße 43
17033 Neubrandenburg
Mail: dagmar.wilisch@lk-seenplatte.de

     
         
Antragsteller / Zuwendungsempfänger   die zuständige Gemeinde    
         
Weitere Projektbeteiligte  
  • Beteiligungswerkstatt des Jugendmedienverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • bis 2012 Xenos-Projekt im LK Mecklenburgische Seenplatte 
  • Kinder und Jugendliche der jeweiligen Orte
  • Kindergärten, Schulen, Sportgruppen etc.
   

Maßnahmebeschreibung


Seit LEADER II werden im Gebiet der LAG Themenspielplätze gefördert.

Ansatz dabei ist es, von austauschbaren Katalogprodukten weg zu kommen und individuelle, besondere Spielplätze mit lokalem Bezug in die Region zu bringen. Die Spielplätze sollen thematisch zu den Gemeinden passen und so helfen, gerade innerhalb der jüngeren Bevölkerung eine stärkere Bindung zu ihrer Gemeinde aufzubauen.

Im Zusammenhang mit dem Besuch des Projektes „Natur im Garten“ 2010 fielen den Exkursionsteilnehmern die kreativen und individuellen Spielplätze in Niederösterreich auf. Diese Spielplätze wurden über das „Spielplatzbüro“ des Niederösterreichischen Familienrates sowie der Initiative „Hand in Hand“ in „Natur im Garten“ initiiert. Ihr Konzept sieht vor, dass die Kinder und Jugendlichen auf naturnahen Flächen spielen und lernen.

Kinder und Jugendlichen sollen bei der Entwicklung der Konzepte ihrer Spielplätze ihre Ideen mit einbringen.

So wird sicher gestellt, dass die Spielplätze den individuellen Bedürfnissen der Kinder vor Ort gerecht werden. Gemeinsam sollen die Kinder entscheiden, was der Spielplatz „können“ soll. Sie überlegen, tüfteln und entwickeln zusammen Modelle für Spielplatzelemente, die später dann auch realisiert werden.

Das gleiche Verfahren wurde im Landkreis Müritz bereits vom EU-Projekt Xenos „Integration und Vielfalt“ im kleinen Rahmen umgesetzt. Xenos arbeitete dabei zusammen mit der „Beteiligungswerkstatt“ des Jugendmedienverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Auch hier bestand der Ansatz, den Kinder und Jugendlichen selbst die Verantwortung für die Konzeption der Spielplätze zu übergeben. Die Beteiligungswerkstatt organsierte und moderierte dafür in interessierten Gemeinden einen zweitägigen Workshop,

die Zukunftswerkstatt, in der alle Beteiligten gemeinsam im Spiel und im Gedankenaustausch kreative Lösungen für ihren Spielplatz finden.

Das LEADER-Regionalmanagement der LAG ging 2010 auf das Xenos-Projekt zu und schlug eine Kooperation beider Programme vor, da das Xenos-Projekt quasi die „Software“ und LEADER die „Hardware“ aufbringen konnte, um hier ein effektives Projekt zur Teilhabe im ländlichen Raum umzusetzen. In 2011 wurde so der erste gemeinsame Spielplatz, das „Spielparadies“ in Mallin begleitet und gefördert. Dem folgten Workshops für den Spielplatz „Fliegen“ in der Gemeinde Lärz, sowie für den Spiel- und Dorfgemeinschaftsplatz „Rodelrast am Bienenschauer“ der Gemeinde Groß Plasten.

Vorgespräche mit den Gemeindevertretern klären vorab wo gebaut werden soll, ob es bereits Tendenzen oder Ideen für die Thematik des Spielplatz gibt an denen sich der Workshop orientieren kann, wie die Zukunftswerkstatt organisiert werden kann und wie sich der finanzielle Rahmen für den Spielplatz gestalten darf. Die Bevölkerung wird über Flyer, Plakate und mündlich über das Projekt informiert und zur Zukunftswerkstatt eingeladen.

Der Workshop wird durch Pädagogen der Beteiligungswerkstatt umgesetzt.

Ziel ist es, eine feste Thematik für den Spielplatz zu finden und dann passende Spielelemente zu entwickeln. Die Zukunftswerkstatt besteht aus drei Phasen:

  • Phase I: Bestandsaufnahme / Kritik (Was ist da? Vorortbegehung, ggf. Sammeln von Material zum Basteln),
  • Phase II: Phantasie / Utopie (Was wollen wir? Der Phantasie freien, völlig uneingeschränkten Lauf lassen.),
  • Phase III: Verwirklichung / Praxis (Wie wollen wir es machen? Welche Spielelemente sind allen wichtig? Basteln der Modelle. Präsentation der Ideen anhand der Modelle. Fühlen sich Workshopteilnehmer und / oder Gemeindemitglieder eventuell für die Umsetzung eines Teilprojekts selbst verantwortlich?).

Im Ergebnis der Zukunftswerkstatt wird ein Modell des gewünschten Spielplatzes mit Spiel-, Sitz- und / oder Naturelementen entwickelt, das Grundlage der anschließenden Ausschreibung ist.

Die Kinder stellen ihre Ideen am Ende der Zukunftswerkstatt der Gemeinde vor. Hier findet die Abstimmung zwischen den Kindern und den Gemeindevertretern statt. Es kam vor, dass sich einzelne Workshopteilnehmer und Gemeindevertreter „gefunden“ und die Verantwortung zur Umsetzung einzelner Spielelemente in Eigenleistung übernommen haben.

Im Anschluss an die Zukunftswerkstatt werden Unternehmen (Landschaftsarchitekten, Holzgestalter, Spielzeugbauern u.ä.) angeschrieben und gebeten sich an einem Ideenwettbewerb zu beteiligen. Die Firmen sollen anhand des vorliegenden Spielplatzmodells bzw. der von den Kindern entworfenen Spielelemente Ideen zu Umsetzung des Platzes entwickeln. Dabei sollen die Kosten für die Umsetzung des Spielplatzes die von der Gemeinde festgelegte Höchstsumme nicht überschreiten.

Die Firmen erhalten Gelegenheit, ihren Vorschlag für den Spielplatz einer Jury vorzustellen,
die aus Vertretern der Gemeinde und der Zukunftswerkstatt besteht. Die Jury wählt dann den Vorschlag aus, der ihren Vorstellungen für den Spielplatz am besten entspricht.

Das Projekt wurde 2012 erstmalig auch auf die Gestaltung eines Dorfgemeinschaftsplatzes mit Spielelementen für Kinder und Jugendliche sowie mit Sitzgruppen und Rückzugsmöglichkeiten für Erwachsene und Ältere angewandt. An der Zukunftswerkstatt nahmen hier Bewohner der Gemeinde aus allen Altersgruppen teil. Da mit den Spielplätzen auch ein Raum für die „ganz Kleinen“ entsteht, können je nach Wunsch auch die Kindertagesstätten die vorab gemalten Ideen ihrer Schützlinge mit in die Zukunftswerkstatt geben. 

Kosten- und Finanzierungsplan


In Abhängigkeit von der Finanzkraft der Gemeinde werden Projekte zwischen 20.000 und 30.000 Euro beantragt. Die Förderung beträgt 100% der förderfähigen Kosten. Die nationale Kofinanzierung übernehmen die jeweiligen Antragsteller.

Heutiger Projektstand


Die LEADER-Aktionsgruppe Mecklenburgische Seenplatte – Müritz wird auch in Zukunft Themenspielplätze fördern, sofern entsprechende Mittel noch im Budget zur Verfügung stehen.

Einzelprojekte

Rastplatz Grabenitz       2008 fertig gestellt      Rastplatz Grabenitz
         
Hexenspielplatz Burg Penzlin   2007(LEADER+) fertig gestellt   Hexenspielplatz Penzlin
         
Abenteuerspielplatz in der Wallanlage Penzlin    2009 fertig gestellt       Spielplatz Wallanlage Penzlin
         
"Tischlein Deck Dich" Marihn   2010 fertig gestellt   Spielplatz Marihn
         
"Spielparadies" Mallin   2011 fertig gestellt   Spielplatz Mallin
         
"Fliegen" in Lärz   2013 fertig gestellt
(Foto: Workshop)
  Workshop Spielplatz Lärz
         
"Rodelrast am Bienenschauer" Groß Plasten   2012 fertig gestellt 
(Foto: Workshop)
  Workshop Spielplatz Plasten