Volltextsuche

Schlossgartenfestspiele Neustrelitz Risskante

Seiteninhalt

Machbarkeitsstudie Zukunftsstrategie Burgenstadt Stargard

Entwicklung von Strategien für ein zukunftsorientiertes und wirtschaftliches Handeln in der Stadt Burg Stargard und der Region

Träger: Stadt Burg Stargard, Mühlenstraße 30, 17094 Burg Stargard
Telefon: (039603) 25362, buergermeister@burg-stargard.de
Ort: Burg Stargard
Zeitraum: 2008 bis 2009
 
Auf der Grundlage der vorhandenen regionalen Konzepte, wie das Leitbild „Zukunftsprogramm Mecklenburg Strelitz“, das IREK Tollensesee in Verbindung mit der Landestourismuskonzeption MV 2010 wird ein spezifischer Bedarf an weiterer Qualifizierung und Initiierung von Projekten gesehen, um langfristig die Höhenburg mit dem historischen Stadtkern und der umliegenden Kulturlandschaft zu einer attraktiven Einheit verschmelzen zu lassen. Ziel ist es, Maßnahmen zu definieren, um die „BurgenStadt Stargard“ als touristische Destination entsprechend ihrer kulturhistorischen Bedeutung für die Stadt, die Region und das Land Mecklenburg- Vorpommern aufzuwerten. Ziel ist es dabei auch, Strategien für ein zukunftsorientiertes wirtschaftliches Handeln in der Region zu entwickeln. Als touristisches „Leuchtturmprojekt“ der Stadt und Region genießt die Burganlage einen besonderen Stellenwert. Zurzeit kann weder die Burg selber noch die Stadt von dieser Bedeutung partizipieren. Allein in der Außenwahrnehmung fehlt es an einer Zusammenwirkung von Höhenburg und Stadt. In der großartigen Kulturlandschaft, die Burg und Stadt umgibt, gilt es regionaltypische Elemente wieder verstärkt ins Bild zu rücken.
Langfristig ist es erforderlich ein Angebotsspektrum für verschiedene Zielgruppen (Kulturtourismus, Städtetourismus, Naturtourismus usw.)zu erarbeiten. Ähnlich der physischen Wahrnehmung, sind die, durch die Ortsentwicklung (Eigenheimstandorte) entstandenen Wohnbereiche in der Bewohnerschaft als eine städtische Einheit noch nicht präsent. Diese Aufgabe des Zusammenwachsens zeigt sich auch im Prozess der Annäherung der Stadt und der Umlandgemeinden im neuen Amtsbereich „Stargarder Land“, deren Bewohner auch noch zu einem gemeinsamen „Wir“ kommen müssen. Deshalb ist ein unterstützender Partizipationsprozess unumgänglich.
Das Projekt gliedert sich in vier Teilprojekte/ Wirkungsbereiche, die in ihrer Zusammenwirkung zur erfolgreichen Projektentwicklung führen.

  • Bereich 1: Aktionsbereich Burg- Stadt Potenzialanalyse Burg und Stadt Burg Stargard als Einheit. Grundlage ist die regionale Funktion der Burg, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
  • Bereich 2: Entwicklung der Kulturlandschaft- Burgberg/ Burggarten Direktes Burgumfeld mit Burgberg, historischem Landschaftspark
  • Bereich 3: Das Stargarder Land, Ausstrahlung der Burg auf die Region Analyse der historischen Vernetzung der Burg mit der Region in Bereichen Wirtschaft, gesellschaftliches Leben und Landschaftsgestaltung
  • Bereich 4: Beteiligungsprozess durch Bürgerpartizipation Akzeptierter koordinierter „Fahrplan“ des „Zusammenwachsens“ von Burg und Stadt und Umland

Es erfolgt eine Analyse des IST- Zustandes und der bisherigen Entwicklungsideen für die Burg, die Stadt und das Umland. Dieses wird integriert in eine breit angelegte bürgerschaftliche Diskussion mit dem Ergebnis einer Akzeptanz des Aktionsplanes. Der Aktionsplan ist Grundlage des weiteren Handelns. Er bietet eine koordinierte Grundlage für .investive Maßnahmen der Kommune und privater Investitionen, sowie der sinnhaften Integration ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements in der Region. Initiiert werden neue Unternehmungsgründungen und Unternehmungserweiterungen im touristischen Bereich. Die Arbeit trägt zur Weiterentwicklung der Ideen des IREK Tollensesee und zur Überleitung in ein Handlungsprogramm mit konkreten Projekten bei.
Wesentliches Ziel ist die Gestaltung und Sicherung einer Kulturlandschaft mit einem unverwechselbaren Natürlichkeitsgrad, die Herausstellung der regionalkulturellen Identität sowie die Entwicklung von Landnutzungs- und Landschaftspflegekonzepten. Die Inszenierung der Höhenburg Stargard als Wahrzeichen der Stadt und der Region Stargarder Land wird in den Kontext der historischen Entwicklung gestellt. Die historischen Bezüge zu Mecklenburg und Pommern, zu Brandenburg und über die Backsteingotik zum gesamten Ostseeraum von Schweden, Dänemark bis zu den baltischen Staaten werden herausgearbeitet. Mit der Burg verknüpft ist die wechselvolle Geschichte der Region vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Die Burg kann Bildungs- und Ausstellungsort mit einem überregionalen Bezug werden. Veranstaltungen werden mit den erweiterten Aufgaben entsprechend angepasst, die Region, als Kulturlandschaft in der die Burg liegt und ein Beziehungsgeflecht zu anderen kulturhistorisch bedeutsamen Städten aufweist, erfährt eine Qualifizierung orientiert an der spezifischen Prägung wie der Natürlichkeit oder durch die Inkulturnahme. Im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Nutzungen und den Bedürfnissen nach einer gesunden Ernährung sollen modellhaft neue Ansätze einer kleinteiligen landwirtschaftlichen/gärtnerischen Nutzung in der Region diskutiert und modellhaft auf den Weg gebracht werden. Hieraus können sich ganz neue Perspektiven für das Landleben entfalten. Es sollen zum einen durch die Steigerung und Verbesserung der touristischen Entwicklung und zum anderen indirekt durch eine Zunahme der Nachfrage nach gesunden landwirtschaftlichen Produkten und regionaltypischen touristischen Dienstleistungen ökonomische Effekte erreicht werden.
Das Projekt soll Motor einer wirtschaftlichen Entwicklung des Stargarder Landes sein mit dem Kern „Burgenstadt Stargard“ im Sinne der lokalen Ökonomie. Es geht um die Entwicklung eines aktiven Miteinanders der Bürger .und um die Sicherung qualitätsvoller Angebote für die Besucher. 
Entscheidend für die Innovationen ist die aktive Teilnahme der Bürger vor Ort an diesem Prozess. Denn nur wenn diese in den Innovationen ihre Perspektive erkennen, kann der angestrebte Prozess überhaupt nur gelingen. Deshalb ist die Einrichtung des Bürgerforums von entscheidender Bedeutung.

 

Finanzierung:
Gesamtkosten:                                                                    40.043,50 €
Zuschuss LEADER:                                                            25.574,00 €
nationale Kofinanzierung Stadt Burg Stargard:                 6.393,50 €
Eigenmittel:                                                                            8.076,00 €
Projektstand: Das Projekt ist abgeschlossen

zurück