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Neugestaltung Kirchplatz Woldegk

Komplette Neugestaltung des vorhandenen Kirchenumfeldes.

                                  
Träger: Stadt Woldegk, Amt Woldegk, Karl-Liebknecht-Platz 1, 17348 Woldegk
Telefon: (03963) 256529, m.witt@amt-woldegk.de
Ort: Kirchplatz, innerhalb der Stadtmauer neben der Kirche von Woldegk
Zeitraum: 2008 bis 2009

Die Stadt Woldegk beabsichtigt das vorhandene Kirchenumfeld komplett neu zu gestalten. Dazu zählen, die Anlage von Aufenthaltsbereichen, Sanierung bei Nachbau der Straßen-, Wege- und Platzräume sowie die Aufwertung und pflanzliche Ergänzung der derzeit vornehmlich verwilderten bzw. vergessenen Freiflächen (Pfarrgarten).
Die Stadt Woldegk soll 2010 Veranstaltungsort für das Landeserntedankfest sowie der Landeshubertusjagt unter dem Motto "Vom Korn zum Brot" sein. Die Festmeile ist vom Mühlenberg bis zum Kirchplatz vorgesehen. Der Kirchplatz wird Zentrum des Geschehens sein. Das Kirchenumfeld soll dafür zu einem großen Veranstaltungsort ausgebaut werden. Ziel der Planung ist neben infrastrukturellen Lösungen, den Altstadtbereich mit Kirche und die anliegenden Flächen mit zentralen Punkt Platzbereiche und gestaltetem Pfarrgarten zu einem erlebbar und kontemplativen Ort zu machen. Die Gestaltung und Materialien berücksichtigen die historische Kulisse und zeitgemäße funktionale Anordnungen und Nutzungen.
Das Planungsgebiet umfasst den mit alten Baumbestand versehenen Kirchplatz mit dem im Norden angelehnten, verwilderten Pfarrgarten sowie dem an der alten Stadtmauer entlang führenden Weg, der sich in einem Halbrund vom Norden über die östliche Flanke des Grundstücks bis in den Süden erstreckt. Im Nordwesten grenzt das Plangebiet an eine bestehende Hofbebauung. Diese wird erschlossen über die Burgtorstraße. Südwestlich lehnt sich der Kirchplatz an eine Garagenbebauung und die Haupterschließungsstraße „Goldberg“ sowie dem Kirchengemeindehaus im südlichen Teil des Grundstücks. Der gesamte Planungsraum weist eine Fläche von ca. 5845 qm auf. Für die Befestigung der Flächen des Areals von Ende der Straße „Goldberg“ zum Kirchenportal wurde ein Lesepflaster eingebaut (Granitbunt). Dieses Pflaster ist bis dato erhalten geblieben, jedoch in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Eine Treppenanlage direkt am Portal der Kirche (gelblicher Granit) überwindet die Differenz des vorliegenden Höhenunterschiedes. Durch Frequentierung des Kirchengeländers haben sich starke Trittspuren (Trampelpfade) auf Teilen der Rasenfläche ergeben, dieses führte langfristig zu einer deutlichen Verdichtung des Terrains. Zudem lassen Fahrspuren von Kraftfahrzeugen und damit verbundene Auslichtung des Rasens südlich des Kirchengebäudes auf unzureichende Erschließungsflächen für die gegenwärtigen Anlieferanforderungen und auf starke Verdichtungen des Bodens schließen. Kleine Höhendifferenzen werden durch Natursteinmauern (bis ca. 50 cm hoch) abgefangen. Diese werden z.T. ergänzt durch Großgranitpflaster. Ein alter Baumbestand aus Kastanien und Sommerlinde bestimmen den Charakter des Geländes. Der Pfarrgarten im Norden der Kirche mit seiner trapezartigen Kontur ist im Laufe der Zeit verwildert. Gegenwärtig umschließt ihn ein Maschendrahtzaun mit Betonpfosten und einem Aufwuchs von verwildertem Flieder. Überreste eines alten Obstgartens sind erkennbar.
Ziel des Bauvorhabens ist, die Kirche in Woldegk mit ihrem dazugehörigen Freiraum samt Pfarrgarten in den Kontext seiner Umgebung einzubinden und den Gesamtraum planerisch zu strukturieren. Die Kirche ist in Woldegk eines der ältesten Gebäude und soll mit ihrem neuen Umfeld Touristen und Einheimische faszinieren und zum Verweilen einladen. Der Kirchturm wurde mit erheblichem finanziellem und baulichem Aufwand originalgetreu hergestellt. Durch eine anschließende Gestaltung des Umfeldes könnte diese Kirche zu einem weiteren touristischen Anziehungspunkt werden.
Hierzu ist es notwendig, die infrastrukturellen Anknüpfungspunkte zu definieren. Gäste der Stadt, sowie Gottesdienst-, Konzert- und andere Besucher des Kirchgebäudes sollen die Kirche aus allen Richtungen kommend auf befestigten Wegeflächen aufsuchen können. Um auch Menschen mit Gehbehinderungen den Zugang in die Kirchräume zu ermöglichen, ist die Anlage eines ebenerdigen Zugangs geplant, der zudem als Anlieferungszugang für Konzerttechnik etc. fungieren soll. Hier wird ein kleiner Platz geschaffen, der auch eine hohe Qualität als „Entreè“ bietet. Zonierte Aufenthaltsbereiche sind als weitere Prämisse zu beachten. Der Kirchplatz als „Ort der Gemeinschaft“ soll dem Besucher Räume offerieren, die zum Verweilen und Kommunizieren einladen. Diese kleinen Aufenthaltsorte werden am Kirchgebäude, am Gemeindehaus und im ehemaligen Pfarrgarten ausgewiesen. Diese sollen vor allem beim Erntedankfest und dem dazugehörigen Gottesdienst von dem Teilnehmern genutzt werden können. Neupflanzungen orientieren sich primär an den bestehenden Gehölzen. Gehölzpflanzungen schließen vorhandene Lücken, Hecken sollen als Rahmung von Flächen dienen. Strauchpflanzen kennzeichnen die Konturen.
Das Kirchumfeld stellt als historisch überlieferter Teil der Woldegker Altstadt einen wichtigen Anziehungs- und Identifikationspunkt für Bewohner und Besucher der Stadt dar. Der Kirchplatz mit seinen funktionalen und gestalterischen Mängeln und der fehlerhaften Gliederung des Außenraumes wird dieser Bedeutung derzeit nicht gerecht. Die Stadt Woldegk beabsichtigt daher den Umbau des Kirchumfeldes, um somit eine umfassende gestalterische Aufwertung sowie eine verkehrsfunktionale Neuordnung zu erreichen.

Fotos

Kirchplatz Woldegk Nordostseite

Kirchplatz Woldegk Südseite

Kirchplatz Woldegk Nordseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzierung:
Gesamtkosten:                                                                    158.013,24 €
Zuschuss LEADER:                                                            103.423,40 €
nationale Kofinanzierung Stadt Woldegk:                          25.855,86 €
Eigenmittel:                                                                            28.733,98 €
Projektstand: Das Projekt wurde am 14.10.2009 fertig gestellt

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