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Burganlage Rehberg

Attraktive Gestaltung und Aufwertung der Burganlage für den Tourismus und das Dorfbild mit Anbindung zum Radwanderweg Woldegk - Bredenfelde. 

Träger: Stadt Woldegk, über Amt Woldegk, Karl-Liebknecht-Platz 1, 17348 Woldegk
Telefon: (03963) 256529, m.witt@amt-woldegk.de
Ort: OT Rehberg, Dorfmitte
Zeitraum: 2008 bis 2009

Ziel des Projektes ist es, die Burganlage in Rehberg für den Tourismus attraktiver zu gestalten und gleichzeitig das Dorfbild aufzuwerten. Für den Ort Rehberg dient diese alte Burganlage nicht nur der Tradition und dem Brauchtum, sondern auch zur Erhaltung des Dorflebens wie z.B. das alljährliche Osterfeuer. Mit der Gestaltung soll ein attraktives Ausflugsziel auf dem Radwanderweg Woldegk - Bredenfelde geschaffen werden. Das Umfeld der alten Burganlage in Rehberg soll mit folgenden Elementen ergänzt werden:

Herstellung von 2 Brücken als Verbindung zwischen Dorf und Burganlage
Bepflanzung mit einheimischen Gehölzen
Bau eines Backofens
Errichtung einer Feuerstätte

Im Amtsbereich Woldegk entstand in den letzten Jahren ein umfangreiches Radwanderwegenetz. Diese Wege haben für die touristische Erschließung des nördlichen Teils des Landkreises Mecklenburg- Strelitz große Bedeutung, da sich der Tourismus in dieser Region nicht wie im südlichen Teil von Meckl.-Strelitz durch umfangreiche Wasserwege bzw. Zelttourismus auszeichnet. Die touristische Infrastruktur besteht bei uns zum größten Teil aus Landschaftselementen wie die Brohmer Berge, der Helpter Berg und historischen Sehenswürdigkeiten wie das Woldegker Mühlenengsemble.
Um den Radtourismus speziell von den Brohmer Bergen über Woldegk, vorbei an der höchsten Erhebung von Mecklenburg- Vorpommern in Richtung Süden über den Feldberg zum Müritz- Nationalpark attraktiver zu gestalten, bedarf es speziell auf dem Eisenbahnradweg Groß Daberkow – Woldegk- Bredenfelde weiter über Krumbeck nach Feldberg spezielle Punkte, die diese Strecke mit historischen Sehenswürdigkeiten bereichern und dadurch interessanter zu gestalten. Ein solcher Ort, direkt am Radweg ist die mittelalterliche Burganlage in Rehberg. Diese Anlage liegt in einem idyllischen kleinen Angerdorf und war ursprünglich als Slavensiedlung um 1299 errichtet. Diese Burg wurde in mitten einer damaligen Wasserlandschaft errichtet und diente als Grenzburg zwischen Pommern und Brandenburg. 1411 wurde diese Burganlage erstmals urkundlich erwähnt. Ebenso der Ort Rehberg, welcher nach der Familie von Rehberg benannt wurde. Im 30- jährigen Krieg wurde die Burg völlig zerstört und nie wieder neu aufgebaut. Die Burganlage geriet in Vergessenheit und wurde zum Schluss als Rodelberg genutzt. 1994 legte im Auftrag der Gemeinde Rehberg eine Beschäftigungsgesellschaft unter Leitung eines Bodendenkmalpflegers die Burganlage in seinen Grundmauern frei. Es entstand ein Wanderweg quer über den Anger hinauf zur alten Burg mit Verweilort. 1996 sind 2 Wasserteiche, welche ursprünglich zur alten Burganlage gehörten, mit Fördermitteln des STAUN Neubrandenburg wieder hergestellt worden.
Der vorhandene Verkaufs- und Dienstleistungsladen von Rehberg befindet sich in unmittelbarer Nähe. Solche Einkaufsmöglichkeiten sind in den kleinen mecklenburgischen Dörfern nach der Wende sehr selten geworden und kann unter dem Aspekt der Förderung von Klein- und Mittelständigen Unternehmen von allen Touristen genutzt werden. Die Einwohner von Rehberg sind bereits jetzt stolz auf ihr vorhandenes Burggelände und nutzen dieses zur Entspannung und auch zum Angeln. Mit einer geplanten Brücke über die Teichanlage werden sich der Angelsport und der Erholungseffekt weiter steigern. Die neue Rast- und Feuerstelle soll auch als Treffpunkt für gemeinsame Dorfaktionen, wie das traditionelle Osterfeuer genutzt werden.
Zur Stärkung einer strukturschwachen Region sind die Weiterführung und der Ausbau der Burganlage speziell für den Ort Rehberg von großer Wichtigkeit. Die sanierte alte Burganlage soll mit dazu beitragen, die Region um Woldegk und den Ort Rehberg zu einem attraktiven Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsort zu entwickeln.
Zur Vollendung der möglichen Wiederherstellung der Wasseranlage um den freigelegten Burghügel, bietet sich in südlicher Richtung an, einem verlandeten Burgteich mit dem 1988 entstandenen Vorburggraben zu verbinden. Gleichzeitig soll der bereits teilweise vorhandene Rundweg so ergänzt werden, damit Besucher vollständig die Burganlage umwandern können. Es soll in diesem Zusammenhang den Besuchern sehr anschaulich, umfassende Kenntnisse über die Entstehung eines typischen mittelalterlichen Angerdorfes übermittelt werden. Eine weitere Verweil-, Rast- und Feuerstätte auf dem Vorburggelände wäre ein optischer Anziehungspunkt für die schon jetzt zahlreichen Radwanderer, welche die Strecke unmittelbar an der Burg und das Angergelände nutzen.

Fotos

Burganlage Rehberg 01

Burganlage Rehberg 02

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Burganlage Rehberg 06

 

Finanzierung:
Gesamtkosten:                                                        50.081,99 €
Zuschuss LEADER:                                                33.668,57 €
nationale Kofinanzierung Stadt Woldegk:              8.417,14 €
Eigenmittel:                                                                7.996,28 €
Projektstand: Das Projekt wurde am 18.11.2008 fertig gestellt.

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